Samstag, 7. Dezember 2013

bernsteinfarben

wenn ich schreibe
schreibe ich von dir
dann taucht
irgendwo
deine silhouette auf
manchmal bewegen sich deine lippen
zu den liedern von prinz pi

an kalten wintertagen
gibst du mir feuer für die zigarette
an goldigen herbsttagen
funkelt alles so bernsteinfarben
wie deine augen während du origamikraniche faltest
und in schlaflosen nächten
legst du dich manchmal zu mir
und schläfst vor mir ein
und brabbelst friedlich

das erinnert mich an das konzert
unten am rhein bei sonnenuntergang

unten am rhein bei sonnenuntergang
wo du stets eine kerze mitgenommen hast
deren flackern wir beobachtet haben
während wir schweigend dort sassen

melancholie schmeckt nach der weitergereichten martini flasche
nach himbeeren mit löffelbisquit
unter der grossen eiche während es regnet

deine hand auf meiner brust
wie du mir in der menschenmenge sagst:
"nimm's dir zu herzen."
wie du also wortwörtlich mein herz berührt hast

wochen später dann
unter einem vordach schutz suchen
wo du gegenüber im strassencafé sitzt
wie du mich zu dir heranziehst

der geruch von dir war meine heimat

bin jetzt seit zwei monaten mit ihm zusammen
aber du bist immer noch da
                 
                   immer          da

wenn ich dich wieder treffe,
dann geh ich nie mehr weg

07.12.13

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