ohne zu fragen ist die zeit vergangen.
tage, wochen, monate.
erinnerungen, so schwerelos, dass sie mit dem nächsten windstoss davonfliegen könnten, wie ein blatt im herbst und doch: erinnerungen voll schwerer melancholie, die einem zu boden ziehen.
fünf monate seit meinem letzten brief an dich.
neun monate seit dem letzten treffen.
sieben monate seit der letzten umarmung bei einem zufälligen aufeinandertreffen in den gassen basels.
knapp zwei monate seit dem letzten blickkontakt quer über die strasse.
aber an jedem tag, bei dem immer gleichen lied
in den schlaflosen nächten, beim rauchen der roten gauloises
bei dieser einen stelle unten am fluss -
da bricht das herz.
immer wieder.
egal ob nach neun monaten oder sieben wochen.
Donnerstag, 19. Dezember 2013
13.05.2013
ich weiss nicht, ob dir das bewusst ist, aber:
ich denke viel an dich.
obwohl das rauchen schon fast zur gewohnheit geworden ist,
denke ich bei jeder zigarette an dich.
also mindestens einmal am tag -
ausser sonntags, weil da rauche ich fast nie.
aber an sonntagen lassen sich genügend andere gelegenheiten finden, um an dich zu denken.
mir kommt dann in den sinn, wie wir an diesem openair bei der kaserne waren und du mir versucht hast beizubringen, wie man zigis dreht.
oder wie du die zigarette im mundwinkel hattest,
während du origamikraniche gefaltet hast.
und das pape, das jetzt in meinem notizbuch klebt,
aus dem du mir ein herz herausgerissen hast.
herze herausreissen, herze zerreissen.
- das kannst du gut.
ich denke viel an dich.
obwohl das rauchen schon fast zur gewohnheit geworden ist,
denke ich bei jeder zigarette an dich.
also mindestens einmal am tag -
ausser sonntags, weil da rauche ich fast nie.
aber an sonntagen lassen sich genügend andere gelegenheiten finden, um an dich zu denken.
mir kommt dann in den sinn, wie wir an diesem openair bei der kaserne waren und du mir versucht hast beizubringen, wie man zigis dreht.
oder wie du die zigarette im mundwinkel hattest,
während du origamikraniche gefaltet hast.
und das pape, das jetzt in meinem notizbuch klebt,
aus dem du mir ein herz herausgerissen hast.
herze herausreissen, herze zerreissen.
- das kannst du gut.
09.03.2013
und das vermissen, wird das irgendwann weniger?
tut es bald nicht mehr so weh?
wo sind alle unsere pläne geblieben
und gehen wir nie mehr wieder zusammen an ein konzert?
und gehen wir nie mehr wieder zusammen an ein konzert?
es regnet, in der ferne hört man donnerrollen; das letzte mal, als es gewittert hat, sassen wir zusammen in diesem pavillon in basel am bahnhof, wo sonst all die drogenjunkies sitzen und du hast mich gehalten und wir waren uns so nah.
der regen roch nach sommer - jetzt riecht er nur noch nach dieser unberechenbaren sehnsucht, die ich so sehr hasse.
horizontregen
das morgentau glitzert noch auf den wiesen, hunderttausend kleine kristalle, die sonne wiederspiegelnde wasserperlen, klammern sich an grashalme, brechen das licht in einem regenbogen.
nachts sammelte ich die worte, während des morgengrauens ordnete ich sie, bei morgenröte schrieb ich sie nieder, kotze sie jetzt - nur wenige stunden danach - wieder aus. stets verschlucke ich mich an meinen eigenen worten und gedanken, übergebe mich, ersticke beinahe. "ich träume die worte, die mein mund nicht zu denken wagt."
ich bin jetzt in der fremde, weit weit weg, und warte doch stets darauf dich zu sehen. schaue bei jedem bahnhof hoch, schaue aus dem fenster, senke den blick dann wieder enttäuscht. ein junges mädchen, das sich am boden sitzend die fingernägel lackiert, ein toter vogel auf dem bahnsteig. ein grossvater, der nach der hand des kindes greift, ein paar, das sich küsst, japanische touristen, ein junger mann, der mit geschlossenen augen musik hört und seine rote gaulloise raucht. - so wie du
während der fahrt öffne ich das fenster und halte mein gesicht in den fahrtwind. weiss nicht, ob die tränen vom kalten wind kommen oder aus dem herzen. in der ferne ist eine regenwolken zu sehen. horizontregen.
habe die morgenröte betrachtet, das abziehen der wolken gegen mittag beobachtet, die warmen sonnenstrahlen auf der haut gespürt, regentropfen gezählt, fahre jetzt in die dunkle nacht hinein.
aber du bist noch immer nicht da.
- SCUOL, 18.09.2012
13.09.12
ich taumle über dunkle feldwege, mir ist schwindelig vor lauter weinen und unterdrücktem schreien.
trample durch pfützen, in die regentropfen und tränen fallen, eine ansammlung von melancholie und verzweiflung.
die brust wird zugeschnürt.
ich schreibe mit edding unsere geschichte - mein leben - auf stromkästen, wände, plakate und tonnen, das bist du nämlich: mein leben. es steht dir gut, liebling.
die dunkelheit macht mir keine angst mehr. sie ist beizeiten das einzige, was ich - in und auswendig - kenne. in der ferne, am ende des weges - am ende des tunnels? - ein kleines licht. ich gehe los.
als wir uns zum letzten mal sahen, drehtest du dich beim weggehen nicht nochmals um.
trample durch pfützen, in die regentropfen und tränen fallen, eine ansammlung von melancholie und verzweiflung.
die brust wird zugeschnürt.
ich schreibe mit edding unsere geschichte - mein leben - auf stromkästen, wände, plakate und tonnen, das bist du nämlich: mein leben. es steht dir gut, liebling.
die dunkelheit macht mir keine angst mehr. sie ist beizeiten das einzige, was ich - in und auswendig - kenne. in der ferne, am ende des weges - am ende des tunnels? - ein kleines licht. ich gehe los.
als wir uns zum letzten mal sahen, drehtest du dich beim weggehen nicht nochmals um.
Samstag, 14. Dezember 2013
hopeless wanderer
When we first met
I was young,
you were not old
I was full of dreams
with this childish faith
Someday they'll be reality
Someday I'll live my dreams
When we met again
I grew older
more mature
A wrack of cracked down dreams
With every tiring day
and every sleepless night
and all of the kisses that I got
on my forehead
They were just lies
My dreams
I once called plans
They just faded away
as the stars got lost
in the morning sky
My dreams
They fell apart
I know
I should sleep
But I like myself drifting away
in deserts of long lost dreams
Dark love
it is
14.12.13 / 04.36
I was young,
you were not old
I was full of dreams
with this childish faith
Someday they'll be reality
Someday I'll live my dreams
When we met again
I grew older
more mature
A wrack of cracked down dreams
With every tiring day
and every sleepless night
and all of the kisses that I got
on my forehead
They were just lies
My dreams
I once called plans
They just faded away
as the stars got lost
in the morning sky
My dreams
They fell apart
I know
I should sleep
But I like myself drifting away
in deserts of long lost dreams
Dark love
it is
14.12.13 / 04.36
Samstag, 7. Dezember 2013
fernweh
wir liegen bei mir im garten, die sonne scheint, alles hätte so perfekt sein können
aber dann sage ich ins schweigen hinein: "ich will wieder zurück nach irland."
und du, b., sagst (zuversichtlich, vielleicht auch tröstend): "aber ich bin doch hier."
ich erwidere nichts darauf, nur ein trauriges lächeln.
du schweigst, ziehst deine hand zurück und wir liegen noch lange so dort.
ich glaube, ich habe noch nie zuvor jemandem so weh getan.
(august 2013)
________
nachricht von papa: "ab april fliegt ryan-air wieder ab basel direkt nach dublin!"
ich lese n. die nachricht vor und sage:
"dann bin ich weg. irgendwann bin ich dann einfach weg."
und du hast gelächelt und gesagt:
"ich weiss. aber irland und paula - das gehört einfach zusammen."
jemand, der mein fernweh versteht.
(november 2013)
aber dann sage ich ins schweigen hinein: "ich will wieder zurück nach irland."
und du, b., sagst (zuversichtlich, vielleicht auch tröstend): "aber ich bin doch hier."
ich erwidere nichts darauf, nur ein trauriges lächeln.
du schweigst, ziehst deine hand zurück und wir liegen noch lange so dort.
ich glaube, ich habe noch nie zuvor jemandem so weh getan.
(august 2013)
________
nachricht von papa: "ab april fliegt ryan-air wieder ab basel direkt nach dublin!"
ich lese n. die nachricht vor und sage:
"dann bin ich weg. irgendwann bin ich dann einfach weg."
und du hast gelächelt und gesagt:
"ich weiss. aber irland und paula - das gehört einfach zusammen."
jemand, der mein fernweh versteht.
(november 2013)
vielleicht
vielleicht
sollte ich
nicht erst jetzt
versuchen
abschied zu nehmen
vielleicht
hätte ich das schon
im sommer
vergangenen jahres
tun sollen
aber:
Das Leben
wäre vielleicht einfacher
wenn ich dich
nicht getroffen hätte
Es wäre nur nicht
mein Leben
(Erich Fried)
sollte ich
nicht erst jetzt
versuchen
abschied zu nehmen
vielleicht
hätte ich das schon
im sommer
vergangenen jahres
tun sollen
aber:
Das Leben
wäre vielleicht einfacher
wenn ich dich
nicht getroffen hätte
Es wäre nur nicht
mein Leben
(Erich Fried)
ich oder noch mehr ich
dieser blog, das bin immer noch ich -
paula abigail.
vielleicht ist dieser blog mehr ich als dass ich es irgendwo sonst bin.
paula abigail.
vielleicht ist dieser blog mehr ich als dass ich es irgendwo sonst bin.
bernsteinfarben
wenn ich schreibe
schreibe ich von dir
dann taucht
irgendwo
deine silhouette auf
manchmal bewegen sich deine lippen
zu den liedern von prinz pi
an kalten wintertagen
gibst du mir feuer für die zigarette
an goldigen herbsttagen
funkelt alles so bernsteinfarben
wie deine augen während du origamikraniche faltest
und in schlaflosen nächten
legst du dich manchmal zu mir
und schläfst vor mir ein
und brabbelst friedlich
das erinnert mich an das konzert
unten am rhein bei sonnenuntergang
unten am rhein bei sonnenuntergang
wo du stets eine kerze mitgenommen hast
deren flackern wir beobachtet haben
während wir schweigend dort sassen
melancholie schmeckt nach der weitergereichten martini flasche
nach himbeeren mit löffelbisquit
unter der grossen eiche während es regnet
deine hand auf meiner brust
wie du mir in der menschenmenge sagst:
"nimm's dir zu herzen."
wie du also wortwörtlich mein herz berührt hast
wochen später dann
unter einem vordach schutz suchen
wo du gegenüber im strassencafé sitzt
wie du mich zu dir heranziehst
der geruch von dir war meine heimat
bin jetzt seit zwei monaten mit ihm zusammen
aber du bist immer noch da
immer da
wenn ich dich wieder treffe,
dann geh ich nie mehr weg
07.12.13
schreibe ich von dir
dann taucht
irgendwo
deine silhouette auf
manchmal bewegen sich deine lippen
zu den liedern von prinz pi
an kalten wintertagen
gibst du mir feuer für die zigarette
an goldigen herbsttagen
funkelt alles so bernsteinfarben
wie deine augen während du origamikraniche faltest
und in schlaflosen nächten
legst du dich manchmal zu mir
und schläfst vor mir ein
und brabbelst friedlich
das erinnert mich an das konzert
unten am rhein bei sonnenuntergang
unten am rhein bei sonnenuntergang
wo du stets eine kerze mitgenommen hast
deren flackern wir beobachtet haben
während wir schweigend dort sassen
melancholie schmeckt nach der weitergereichten martini flasche
nach himbeeren mit löffelbisquit
unter der grossen eiche während es regnet
deine hand auf meiner brust
wie du mir in der menschenmenge sagst:
"nimm's dir zu herzen."
wie du also wortwörtlich mein herz berührt hast
wochen später dann
unter einem vordach schutz suchen
wo du gegenüber im strassencafé sitzt
wie du mich zu dir heranziehst
der geruch von dir war meine heimat
bin jetzt seit zwei monaten mit ihm zusammen
aber du bist immer noch da
immer da
wenn ich dich wieder treffe,
dann geh ich nie mehr weg
07.12.13
und dann merkt man, dass das nicht so ist
Im Leben kann einer der härtesten Rückschläge sein, dass man, wenn man mit jemandem, mit dem man sehr viel Zeit verbracht hat und von dem man geglaubt hat, dass er einem was bedeutet. Das, wenn irgendwann der Moment kommt, wo es drauf ankommt und sagt: "Hey, hier bin ich. Jetzt ist es... Jetzt geht es mir nicht so gut. Hier bin ich" und dann... Ist er nicht mehr da und man hat immer geglaubt, dass man vielleicht für den Anderen etwas Besonderes ist und irgendwann merkt man: Okay, vielleicht war das nur die Hoffnung und vielleicht war das nur der Wunsch, dass man dem Anderen so viel bedeutet. Und dann merkt man, dass das nicht so ist und dann tut es vielleicht sehr, sehr weh.
Wie soll ein Mensch das ertragen?
Wie soll ein Mensch das ertragen?
wenn die schneeflocken wieder fallen
wenn auf der bank
wieder schnee liegt
spaziere ich mitternachts
wieder durch die strassen
und flüstere das wort
melancolía
in den schnee
dann wird wieder der 14.mai 2012 sein
und die tränen werden wieder
von meinem mantel abperlen
und ich werde den bernsteinfarbenen stein
in meiner tasche tragen
und bei jeder gelegenheit ins sonnenlicht halten
dann funkelt er fast so
wie deine augen
und immer wieder dein
"bitte hass mich nicht"
aus dem schnee ausgraben
und dich in den arm nehmen
"es ist nicht weil ich dich hasse"
prinz pi singt sein lied in endlosschlaufe
"sondern weil ich dich liebe"
während der rauch der letzten zigarette
von dicken schneeflocken durchlöchert wird
"aber es macht mich kaputt", hinzufügen
schweigen
wenn die schneeflocken wieder fallen
und das liebesgeständnis
mit schwarzem filzstift niedergeschrieben
auf der bank bedecken
ist das der anfang eines zweiten winters
ohne dich
07.12.13
wieder schnee liegt
spaziere ich mitternachts
wieder durch die strassen
und flüstere das wort
melancolía
in den schnee
dann wird wieder der 14.mai 2012 sein
und die tränen werden wieder
von meinem mantel abperlen
und ich werde den bernsteinfarbenen stein
in meiner tasche tragen
und bei jeder gelegenheit ins sonnenlicht halten
dann funkelt er fast so
wie deine augen
und immer wieder dein
"bitte hass mich nicht"
aus dem schnee ausgraben
und dich in den arm nehmen
"es ist nicht weil ich dich hasse"
prinz pi singt sein lied in endlosschlaufe
"sondern weil ich dich liebe"
während der rauch der letzten zigarette
von dicken schneeflocken durchlöchert wird
"aber es macht mich kaputt", hinzufügen
schweigen
wenn die schneeflocken wieder fallen
und das liebesgeständnis
mit schwarzem filzstift niedergeschrieben
auf der bank bedecken
ist das der anfang eines zweiten winters
ohne dich
07.12.13
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